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Next Step: Aus zu kommerziellen Zwecken wird soziale zur Steuerung unseres Verhaltens

Das Prinzip ist jeweils gleich: ob ein Sozialpunktesystem in China, Mülltrennung in Italien oder ökologischer Kulturbonus in Österreich, immer wird digitale zur Bewertung von Verhalten genutzt

Was tun? Individuelles Tracking grundsätzlich verbieten - egal für welchen Zweck!

spiegel.de/kultur/sozialpunkte

· · Tootle for Mastodon · 3 · 45 · 54

@lfdi Tracking hat Vor- und Nachteile für die Nutzer. Missbrauch ohne das Wissen des Nutzers ist dabei ein Nachteil. Ein Verbot wird das Problem leider nicht lösen, siehe Verbot von gewissen Substanzen. Es sollte eher eine Weiterentwicklung stattfinden bei der die Nutzer mehr Kontrolle über das Tracking haben und Missbrauch eingedämmt wird.

@stefangebhard
Richtig.
Vorallem müssen den Menschen aber genau diese Vor und Nachteile erklärt werden und ihnen die Möglichkeit gegeben werden, Tracking zu deaktivieren.
Aber wer will es den Leuten beibringen, wenn #WhatsApp wie selbstverständlich in Schulen benutzt werden.
@lfdi

@Doppellhelix @stefangebhard @lfdi
Tracking wirklich zu deaktivieren wird es nie als echte Option geben.
Es würde dass eigentliche Ansinnen ad absurdum führen.

@stefangebhard @lfdi
Erweiterte Überlegung: welche Auswirkungen hat eine "freiwillige" Nutzung/Erfassung auf diejenigen, die das *nicht* wollen?
Ausgrenzung?

@bilddateien @lfdi
Gewisse Dienstleistungen benötigen Tracking um zu funktionieren. Diese wären dann einfach nicht mehr nutzbar. Und darüber kann jeder selbst entscheiden, ob er/sie das möchte.

@lfdi so einfach ist das m.E. nicht. Was wäre wenn sich Menschen freiwillig und bewusst bereit erklären, Tracking zuzulassen? Und haben wir nicht auch Prozesse, bei denen wir uns Steuerung wünschen?

@cdeeg
Ja, wir betonen in Deutschland die Selbstbestimmung - demgegenüber wird die Einwilligung in Europa als Rechtsgrundlage 2. Wahl betrachtet und deutlich eingeschränkt.

@lfdi @cdeeg
das ist sie auch in Deutschland ... manchmal. Siehe Arbeitsrecht.
Freiwillig ist nur dann freiwillig, wenn kein Abhängigkeitsverhältnis besteht.

@cdeeg Wenn ich mir die Telemetrie-Boxen mancher Kfz-Versicherer anschaue, wird auch hier mit freiwilliger Einwilligung argumentiert. Viele Menschen sind leicht zu ködern. Wenn ein "Bonus" winkt, wenn man sich im Straßenverkehr ohne Grund zum Tadel verhält. Das Problem ist nur, dass datenschutzbewusste Personen diesen "Bonus" nicht erhalten. Man könnte auch sagen, sie werden mit höheren Beiträgen sanktioniert. Das Nudging beginnt also schon deutlich früher. @lfdi

@lfdi Ich hab geteilt und favorisiert, was ihr geschrieben habt, nicht den Spiegel-Artikel. Den habe ich nicht gelesen.

Verbot allein wirds nicht bringen, auch keine Designrichtlinien für Entwickler. Die gibt es schon für Ergonomie, Privacy by Design, Security by Design, die existierenden spielen in der Praxis keine große Rolle.

Was es darüber hinaus braucht, ist die volle Kontrolle der User über ihre Geräte. Freie Systeme, ohne proprietäre Herstellerdienste, als Standard. (Nebenbei sollten die Geräte auch Fairphone-/Shiftphone-Standards entsprechen, so fair wie möglich produziert und u.a. durch Reparaturen langlebig sein.) Nur unter freien Systemen ist es möglich, Software einzusetzen, die Tracking aller Anwendungsprogramme beherrscht (i.S.v. kontrolliert) und nach den Vorgaben der User.in filtert. Ich persönlich sehe in keinem Tracking Vorteile, aber das soll jedes selbst entscheiden können.

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