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Darf ich ohne App nicht mehr zu Ikea?

Diese Frage ist klar zu beantworten: Nein, denn die händische Angabe ist möglich u muss es bleiben

Aber: Länder setzen zum Teil ausdrücklich auf Luca, was die Kontaktdokumentation angeht
Und: Händler können über ihr Hausrecht Luca zur Bedingung machen

Beides ist falsch, Apps müssen freiwillig bleiben
spiegel.de/netzwelt/apps/coron

· · Tootle for Mastodon · 6 · 29 · 17

@lfdi btw, ich kann gar kein Smartphone bedienen und was ist mit Minderjährigen, bzw Kindern?

Ein Teilhabe am gesellschaftlichen Leben muss auch Analog möglich sein.

@tunda @lfdi Keine Sorge, es gibt doch die Schlüsselanhänger mit denen du analog einchecken kannst. *,**

* nur wenn von der Location unterstützt
** erfordert Offenlegung des Bewegungsprofils der letzten 30 Tage, siehe lucatrack.de/

@larma @tunda @lfdi
Und *** nur zum Einchecken, das Auschecken geht nur per App. Das heißt mensch wird auch als Kontaktperson von allen registriert, die nach dem eigenen Verlassen bis zur Schließzeit auch im IKEA o.ä. waren.
Aber es wurde ja klar gemacht (als die nächtlichen Zoobesuche bekannt wurden), dass das Gesundheitsamt sowieso diese Unmengen an Kontaktdaten nochmals händisch überprüfen muss.

@lfdi
Etwas widersprüchlich/missverständlich formuliert...

Müsste es nicht heißen 'Doch, darfst du.' anstatt 'Nein (darfst du nicht)'?

Also im Sinne der Bestätigung einer verneinten Frage mit 'nein' und einem Widerspruch mit 'doch'...

@d4m13n
Ja, bin ich auch drüber gestolpert 😉
Wird im Zusammenhang aber deutlich.

@d4m13n Menschen, die den ganzen Tag juristische Texte lesen, merken solche Hirnverknotung gar nicht mehr ... 😉 @lfdi

@lfdi bei dieser ganzen Debatte um Luca entzieht es sich einfach komplett meiner Logik, warum wir das nicht einfach mit der CWA machen? Warum müssen Millionen Steuergelder in sowas investiert werden, wenn man die CWA da ohne große Probleme nachrüsten könnte?

@khaine411 @lfdi
Genau so geht es mir auch, vorallem da die Funktion ja schon sehr zeitnah verfügbar sein soll: tagesschau.de/inland/corona-wa

Wieso man nicht einfach abwarten konnte ist mir echt schleierhaft. Da ja sowieso Lockdown herrscht gibt es kaum Möglichkeit irgendwo "einzuchecken".

@khaine411 @lfdi Bei der CWA wird der Nutzer immer anonym gehalten. Bei der Luca-App muss explizit der Name angegeben werden (weil das in irgendeiner Verordnung so steht und für die Gesundheitsämter soooo hilfreich ist). In Großbritannien wurde die Funktion aber auch in deren CWA implementiert und hat zu krass hohen Download-Zahlen geführt.

@pankraz @khaine411
Ja, der Punkt sind tatsächlich die CoronaVO der Länder. Sie treten in der Pandemie an die Stelle von Gesetzen (was an sich schon ein Problem ist).
Und diese Verordnungen schließen es aus, sich anonym einzuchecken.
Klar könnte man auch diese CoronaVO ändern - aber: erst haben, dann küssen.
Nach geltender Rechtslage kann ich mit der nicht einchecken.

@lfdi @pankraz dh man darf daraus schlussfolgern, dass das Sinnige nicht eintritt, weil es an der (In)Kompetenz unserer Politiker scheitert? ganz was neues... danke für die info mit der Verordnung!

@khaine411 @pankraz
Gerne.
Die politische Entscheidung für personalisierte Kontaktnachverfolgung ist nicht unsinnig, wenn man unterstellt, dass viele BürgerInnen positive Ergebnisse nicht melden und sich nicht in Quarantäne begeben. Das wird ua aus den Meldequoten bei der abgeleitet.
Deswegen möchte man die Gesundheitsämter mit den Kontaktdaten möglicherweise Infizierter versorgen.
Das halte ich zwar nicht für richtig, unvertretbar ist es aber auch nicht.

@khaine411 @lfdi In den letzten sieben Tagen haben ca. 19 Prozent der Neuinfektionen mit der CWA gewarnt. Das liegt m.E. nur leicht unter der Installations-Basis der Apps in der Bevölkerung und bedeutet, das nahezu alle CWA Nutzer warnen. Das Argument mit der Meldequote halte ich nicht für haltbar.

@pankraz @khaine411
Diese Quoten sind natürlich auch nicht in Stein gemeißelt und lassen sich - ggf durch entsprechende Aufrufe der Regierungen - weiter erhöhen.

@lfdi Danke für diese Klarstellung. Wenn z.B. die Berliner Verordnung festlegt, das eine elektronische Kontaktverfolgung sicherzustellen ist, könnte das dann theoretisch auch ein gescanntes Blatt im PDF Format sein, oder müsste man dann die Kontaktdaten abtippen in ein anderes System?

@lfdi Ich hatte ein Erlebnis, das mich von der Notwendigkeit von Mike Kuketz' 3-Browser-Konzept überzeugt hat: Bei der Cookie-Abfrage des Spiegel bin ich weichgeklopft, aber die Lokalisierung über Einwahlknoten u.ä. war bisher nicht so gut, war i.d.R. im Radius von 50 bis 100 km. (Die Standortbestimmung per direkter Browserkommunikation hab ich selbstverständlich ausgestellt.) Diesmal kamen die Anzeigen gefährlich nah, bezogen sich auf den Nachbarort, 7 km. Der Spiegel-Artikel ließ sich im Tor-Browser erstaunlicherweise öffnen, nur die Anzeigen drunter waren »leider« irgendwie ohne Bezug zu mir bzw. meinem Ort.

@lfdi Wenn eine relevante Zahl von Kund.innen wegen Luca weg bleibt, dann weisen die großen Unternehmen die Landesregierungen an, die verpflichtenden Verordnungen wieder zurück zu nehmen, und wie schnell die dann Vollzug melden! Auf dem Persönliche-Datenhoheits-Ohr sind Staat und Kapital im Moment noch ein bisschen tauber als sonst.

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