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Machtkampf Australien 🇦🇺 vs

1. Die australische Regierung zeigt: SocialMedia lässt sich wirksam regulieren - knickt ein, schaltet ab => klappt 👍

2. Der Kampf im Web wird um die Inhalte geführt: wollen dafür bezahlt werden, von der Plattform oder vom Nutzer

3. Die nützt nur den Anbietern von SocialMedia: Sie enteignen Verlage und Nutzer 👎

faz.net/aktuell/wirtschaft/fac

· · Tootle for Mastodon · 10 · 14 · 9

@lfdi Was ich nicht verstehe: Warum machen die nicht ihre eigene Seite und setzen einfach nur einen Link von Facebook dorthin, auf die eigene Seite.

Klar, dann müssten die Geld ausgeben und eine Netzredaktion haben....

@Cedara
Tja, jeder möchte das, was der andere hat: Reichweite bzw Inhalte

@lfdi Was tun wir denn, damit wir nicht so erpressbar bleiben?

Australien ist doch nur ein erster Test ...

@schenklklopfer @lfdi für mich mache ich das, aber meine Frage zielt auf Staat und Gesellschaft.

@jerger @lfdi ja, keine Kartelle benutzen.

Gerade der Staat sollte das einsehen.
Der Staat sollte Kartelle zerschlagen, verbieten. Dafür Sorge tragen, dass so etwas wie Facebook, Google oder Amazon nicht mehr passiert.

@jerger
Genau wie es @lfdi macht.
Dezentrale Lösungen nutzen und eine eigene Instanz administrieren.
Oder sich mit anderen Zusammen tu und eine gemeinsame Instanz hosten.

@lfdi
Jaja, die Kostenloskultur. Das Geheule um die hat uns die GAFAM erst gebracht. Hätten wir vor 20 Jahren die Kulturflatrate eingeführt, hätten wir die Probleme nicht und müssten sich Landesdatenschutzbehörden nicht für Bertelsmann, Springer und Funke stark machen. Und das auch noch in der FAZ verkünden.

@lfdi
Wo ist hier bitte Facebook eingeknickt?
Das ist das selbe Spiel wie mit dem unseligen Leistungsschutzrecht und wenn sie jetzt in Folge weniger Klicks bekommen wird die Panik bei den Verlagen wieder groß sein. Dann wird nach noch mehr nutzerfeindlicher Regulierung geschrien werden.

@lfdi
Nicht das ich #Facebook verteidigen möchte aber die Presseverlage haben in den letzten Jahren auch ihre hässlichste Fratze gezeigt und jede Sympatie bei mir verspielt.

Mich wundert schon sehr, dass Sie hier für die Verlage Position ergreifen. Vor allem da diese gegen die faire Bezahlung von Journalisten lobbiiert haben und sich massiv für Webtracking sowie Profiling im Internet einsetzen.

@brolf
Wir treten nicht für Verlage ein, sondern für die Rechte der Bürger*Innen.
Für informationelle Selbstbestimmung einzutreten bedeutet aber nicht, dass man die Missachtung des geistigen Eigentums/Urheberrechts von Künstler*Innen, Autor*Innen oder Verlagen durch Plattformen oder Nutzer gutheißt...
Aber die Debatte wollte ich gar nicht wieder hochziehen.

@lfdi
Ich würde lieber sehen, dass Sie gegenden ezwungenen Datenstriptease vorgehen als dass sie Initiativen bejububeln die das Internet kaputt machen.

#NichtNurMeineMeinung
heise.de/news/Unbrauchbares-We

@lfdi Richtig. Es wird auch Zeit, dass Taxifahrer an Restaurants dafür bezahlen, dass sie ihnen die Gäste bringen.

@lfdi Wieso darf Facebook die Inhalte der Verlage löschen? Sie sind nur eine neutrale Plattform und die Verlage haben nicht gegen die Nutzungsbedingungen verstossen! Wenn man sich wie ein Veröffentlichungsmedium verhält und sich die Inhalte aussucht, ist man wohl ein Verlag und muss sich dann an deren Gesetze halten. Facebook kann sich nicht immer aus der Verantwortung stehlen...

@lfdi

> Facebooks Entscheidung, Australien heute die Freundschaft aufzukündigen, grundlegende Informationsdienste für Gesundheit und Katastrophen zu blockieren, war so arrogant wie enttäuschend

Sind doch selbst Schuld wenn man Facebook zum offiziellen Kanal für derartige Meldungen macht. Einfach gar nichts verstanden.

@lfdi Ist das wirklich kostenlos? Wir bezahlen doch schwer mit unseren Daten.

@khaine411
Genau, die (angebliche) Kostenloskultur vieler SocialMedia Plattformen wird von den Nutzern teuer bezahlt.

@AlexAmtmann
Dem würde ich für die analoge Lebenswelt zustimmen, nicht aber für das Internet: beim Kampf um Aufmerksamkeit und Verweildauer auf der eigenen Webseite auf Angebote von Konkurrenten zu verweisen, ist eben nicht freundlich, sondern schädigend.

@lfdi

Der bloße Link ist mE nicht schädigend. Er ist ein Informationsgewinn. Und für öffentlich zugängliche Informationen gibt es sogar das Grundrecht des freien Zugangs und der Weitergabe. Ein staatliches Linkverbot bzw Linksteuer bzw Linkgebühr greift darin ein. Für einen solchen Eingriff sehe ich keine Rechtfertigung durch das Urheberrecht.

@AlexAmtmann
Doch, staatliche Schutzpflicht zugunsten geistigen Eigentums.

@lfdi

Warum wird durch einen Link in geistiges Eigentum eingegriffen? Und wenn der Link nicht staatlich ist, müsste der (angebliche) Eingriff erstmal mit dem Freiheitsrechten der verlinkenden Person abgewogen werden. Abgesehen davon wird doch „nur“ auf die Seite verwiesen, die (hoffentlich) ein Lizenznehmer:in der Urheber:innen betreibt. Ich finde diese vermeintlich grundrechtliche Herleitung daher maximal kommunikationsfreiheitlich = unzutreffend.

@lfdi Im Ergebnis stimme ich Ihnen absolut zu. Ich habe bis heute allerdings nicht verstanden,, warum sich zB die deutschen Verlage nicht alle zusammen schließen und auf ein #micropayment System einigen, um Ihre einzelnen Artikel zu vermarkten. Zusätzlich könnte man Artikel auf einer gemeinsamen Plattform zur Verfügung stellen. Sich von datengetriebenen US-Diensten abhängig zu machen, spült tatsächlich nur diesen große Gewinne in die Taschen.

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