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wirbt bei seinen Nutzern (die ja nicht seine Kunden sind) fürs Geschäftsmodell:

“Liebe Kühe! Wir haben euch zwar nie um Erlaubnis gebeten, euch zu melken - und ab u zu auch mal zu schlachten. Aber wir würden das gerne weiter tun, denn wir verdienen echt soo viel Geld mit euch. Wir finden’s voll OK!”
spiegel.de/netzwelt/netzpoliti

· · Tootle for Mastodon · 3 · 10 · 16

@lfdi Kann leider den Spiegel Artikel nicht lesen weil ich nicht zahlen oder allen Cookies zustimmen will.

Ist das so ungefähr der Inhalt des Artikels? 😄

@Fruitsailor @lfdi Stell doch einfach den Tor Browser auf "am Sichersten" oder deaktiviere JavaScript, dann kannst du den Artikel problemlos lesen 😈

@lfdi

Den RL 2019/770 und RL 2018/1972 liegt mE eindeutig zugrunde, dass man mit eigenen Daten bezahlen könne. Insoweit liegt ein Tauschgeschäft „Zahlen mit Daten“ vor: insoweit ein:e Nutzer:in daher sehr wohl - neben den sog. Werbepartner:innen - auch ein:e Kunde/Kundin.

@AlexAmtmann @lfdi Ich finde die wirtschaftswiss. Perspektive mehrseitiger Märkte sehr hilfreich, um es weder rein als "User ist das Produkt", noch als wertfreies "mit Daten bezahlen" auffassen zu müssen.

Da ist die Quintessenz, dass man versucht auf der einen Seite durch ein kostenloses Produkt eine Monopolstellung zu bekommen (hier Facebook-user), um auf der anderen Seite höhere Preise erzielen zu können (hier also durch Einnahmen für Werbung und den exklusiven Zugang zur Zielgruppe).

@hendrikvomlehn @lfdi

Danke. Ich betrachte es aber eher rechtlich. Und da dürfte nun mal schon auch ein - wenn auch eingeschränkter - Leistungsanspruch der Nutzer:innen gegen die Plattformen bestehen. Sonst dürfte ja auch keine AGB-Kontrolle stattfinden und niemand könnte vertragsrechtlich auf Entsperrung klagen. Das vertritt so mE im deutschen Rechtskreis niemand und wäre auch mit der RL 2019/770 nicht vereinbar.

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